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Die Piezofolie eignet sich in besonderer Weise zur Erfassung dynamischer Vorgänge, wie Druckschwankungen, Schwingungen oder Wechsellasten. Insbesondere in räumlich begrenzter Umgebung, bewährt sich dieses extrem dünne Sensormaterial. Durch den enormen Dynamikbereich und die extreme Bandbreite sowie die hohe Flexibilität können viele Meßaufgaben gelöst werden, die mit anderen Aufnehmern nicht erreichbar sind.

Zeigt ein vergrößertes Bild an: Ein Sensor-Array Zeigt ein vergrößertes Bild an: Zeigt ein vergrößertes Bild an: Zeigt ein vergrößertes Bild an:

Allgemeines

Die Piezofolie ist ein durchsichtiger Film aus hochpolarisiertem Polyvinylidenfluorid (PVDF). Proportional zum Einwirken äußerer Kräfte entsteht im Material eine elektrische Ladung, die über die metallisch beschichteten Außenflächen abgegriffen werden kann, umgekehrt erfolgt bei Anlegen einer elektrischen Spannung eine proportionale mechanische Verformung. Man nutzt bei Sensoren den direkten piezoelektrischen Effekt und im Aktuatorbetrieb den inversen piezoelektrischen Effekt.

Elektrotechnisch betrachtet ist die Folie ein Kondensator, der bei mechanischer Laständerung mit einer proportionalen elektrischen Ladungsänderung reagiert. Piezoelektrische Materialien sind anisotrop, das heißt, ihre elektrischen und mechanischen Eigenschaften variieren je nach Richtung der angreifenden Kraft, Dehnung oder des elektrischen Feldes.



1= längs
2= quer
3= normal

In der Abbildung oben ist die numerische Bezeichnung der Achsen angegeben. Die in den Technischen Daten aufgeführten Symbole für Ladungs- und Spannungskonstanten lesen sich wie folgt: Der erste Index kennzeichnet die Richtung des Signalabgriffs (dieser erfolgt bei Folien immer in Normalrichtung 3), der zweite Index benennt die Richtung der angreifenden Last.


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